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Podcasts als aufstrebendes Medium – 5 Tipps zum eigenen Format

Spätestens seit Jan Böhmermann und Olli Schulz kennen ihn viele: Den Podcast. Das bekannte Quatsch-Duo hat mit seinem Format „Fest & flauschig“ einen wahren Durchbruch für das Medium erreicht. Doch wer hört eigentlich Podcasts und wann und wie kann man das Format für meine Marke oder meinen Kunden nutzen? Ein paar Studien geben einen Einblick.

Podcasts hören: Immer und überall

Mitte 2017 wurde im Auftrag der ARD die erste Podcast-Studie durchgeführt: Spot on Podcasts. Bereits damals kannten schon 56 % der Befragten das Medium, wovon 15 % mindestens 1 x pro Woche Podcasts hörten. Podcasthörer nutzen dafür vorrangig das Smartphone (73 % der befragten Hörer). Ein Drittel hört vor allem unterwegs oder in Wartesituationen. Der Vorteil von Podcasts und anderen Audioinhalten ist, dass man währenddessen etwas anderes machen kann – den Haushalt, spazieren oder kochen zum Beispiel. Die Nutzung von Podcasts ist abends am höchsten. Logisch, denn hier haben die Hörer mehr Zeit.

Podcast-Werbung wird akzeptiert

Podcasthörer sind außerdem eher technikaffin und haben eine hohe Bildung, ein hohes Einkommen und eine generell hohe Mediennutzung. Während beim TV fast jeder in der Werbepause aufsteht oder etwas anderes macht, akzeptieren 87 % der Hörer Werbung in Podcasts: Vor allem Sponsorings und Audio-Spots. Wer sich mit seiner Werbung also klar an den Hörer richtet oder das Thema des Podcasts aufgreift, kann seine Zielgruppe erreichen, ohne sie zu vergraulen.

Podcasts regen zur Aktion an

Eine aktuellere Studie des Hamburger Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Januar 2018 ergeben, dass Hörer durchschnittlich 30 Minuten Podcast hören. Auch hier wurde das Thema Werbung befragt und 41 Prozent der Hörerschaft gab an, durch einen Podcast den Wunsch verspürt zu haben, ein neues Produkt auszuprobieren, 37 Prozent wollten eine neue Fähigkeit erwerben und 28 Prozent ein neues Hobby beginnen. Doch bevor man jetzt direkt mit der Produktion beginnt, sollte das Format gut durchdacht sein.

5 Tipps für einen gelungenen Podcast

konzept erstellen

1. Konzept

Bevor Sie einen Podcast starten, fragen Sie kritisch nach dem „Warum?“. Was bringt dieser Podcast den Hörern? Wie muss der Podcast inhaltlich aufgebaut sein, um eine Relevanz bei der Zielgruppe zu schaffen? Definieren Sie Ihr Ziel und skizzieren Sie erste Podcast-Folgen. Natürlich müssen Sie dies nicht für ein Jahr im Voraus planen, aber ein paar Test-Folgen sind empfehlenswert.

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2. Recherche

Auch wenn man selbst regelmäßig Podcasts hört: Man kann nicht alles auf der Agenda haben. Wenn Sie sich ein Thema für Ihren Podcast ausgedacht haben, steht als nächstes die Recherche an: Welche Podcasts gibt es schon? Wie ist das Ranking auf den einzelnen Plattformen? Was haben die anderen noch nicht, was Sie aber haben? Je stärker Sie sich mit der Recherche beschäftigen, desto klarer können Sie Ihr Profil schärfen.

stimme aufzeichnen

3. Stimme

Hörer mögen bekannte Stimmen. Bei der Planung der ersten Folgen sollte die Stimme eine wichtige Rolle spielen: Denn hierüber schaffen Sie eine Erkennbarkeit. Außerdem hört man Stimmen, die man mag, häufiger, als zum Beispiel besonders laute, leise, quietschende oder sehr hohe. Wenn Sie in Ihrem Netzwerk oder Unternehmen keine guten Sprecher haben, lohnt sich der Blick in Richtung Sprech-Agenturen.

kontinuität - dran bleiben

4. Kontinuität

Nach einer Podcast-Folge kann noch niemand sagen, wie gut oder schlecht etwas wirklich angekommen ist. Denn Podcasts brauchen Zeit und Kontinuität. Planen Sie sich im Vorhinein einen festen Rhythmus ein: Das kann ein Mal pro Woche oder auch ein Mal pro Monat sein. Gerade für den Anfang macht es jedoch Sinn, ein paar Folgen hochzuladen, damit die Hörer ein Gefühl für den Podcast bekommen und Interesse entwickeln können.

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5. Verbreitung

Neben der Planung und Umsetzung eines Podcasts ist auch die Verbreitungsstrategie wichtig. Denn nur, weil Sie eine Folge bei z.B. Spotify uploaden, bedeutet das noch nicht, dass Sie dort auch gefunden werden. Haben Sie eigene Plattformen, wie eine Homepage, einen Blog, Social-Media-Kanäle? Dann informieren Sie Ihre Zielgruppe hierüber. Auch Medien haben inzwischen Sparten, in denen neue Podcasts vorgestellt werden. Je häufiger Sie angeklickt werden, desto besser werden Sie gerankt. Plattformen, auf denen Sie Ihre Podcasts online stellen können, sind z.B. iTunes, Soundcloud, podcasts.de o.ä.

Und was ist gerade überhaupt gern gehört? Offizielle Podcasts-Charts gibt es zwar nicht. Aber pro Kanal kann man sich die am meisten abgespielten Folgen und Kanäle anschauen. Hier zum Beispiel für Spotify: https://chartable.com/charts/itunes/de-all-podcasts-podcasts

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