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SEO-Trends 2022

Neue Entwicklungen im Bereich SEO kommen nicht einfach mit dem Jahreswechsel. Und doch lohnt sich ein Blick ins letzte Jahr, um einen fundierten Ausblick für 2022 zu schaffen.   

User Experience auf allen Ebenen bleibt der Schlüssel zum Erfolg – wobei technischen Faktoren eine größere Bedeutung zukommt. KI verändert die Art und Weise, wie Ergebnisse ausgespielt werden, und es lohnt sich auch die Frage zu stellen, ob Keywords im herkömmlichen Sinn noch dieselbe Bedeutung haben werden. Im Folgenden drei wichtige Themen, die Websitebetreiber dieses Jahr beschäftigen werden mit einem Geheimtipp vom SEO-Experten Felix Beilharz.

#1 Google Core Web Vitals – Nutzerfreundlichkeit in Zahlen

Damit auch dem letzten Webmaster klar wird, dass neben Content auch die Page Experience Auswirkung auf das Ranking einer Seite hat, wurde von Google im Sommer 2021 ein Update nach dem anderen herausgebracht. Erstmalig kamen neue Faktoren beim technischen SEO hinzu, die das Ranking der jeweiligen Seite beeinflussen können.   

Die sogenannten Core Web Vitals setzen sich aus 3 Metriken zusammen:

Largest Contentful Paint (LCP): Wie schnell wird das größte Element der Seite geladen?

First Input Delay (FID): Wie lange dauert es, bis der User erstmalig mit der Seite interagieren kann?

Cumulative Layout Shift (CLS): Ist das Layout der Seite stabil oder verschieben sich einzelne Elemente beim Nachladen?

Core Web Vitals: Googles Kennzahlen zur Bewertung der User-Experience  erklärt

Diese drei Faktoren haben bereits bestehende Metriken wie Mobile First oder Safe Browsing erweitert und bilden zusammen das Fundament für technisches SEO sowie feste Orientierungspunkte für eine optimale Page Experience.

Core Web Vitals Update | VOLL digital

Die Core Web Vitals lassen sich in der Google Search Console oder mit speziellen Tools wie WebPageTest oder PageSpeed Insights überprüfen. Manche der Tools geben außerdem Empfehlungen zur Optimierung der Werte an: beispielsweise Bildgrößenminimierung oder das Nutzen anderer Formate.
Im Jahr 2022 sollen diese Metriken um Faktoren wie Responsiveness in Bezug auf die Reaktion auf Anfragen sowie Smoothiness in Bezug auf Animationen & Grafiken erweitert werden.

#2 MUM und LaMDA: KI auf dem Vormarsch

KI (Künstliche Intelligenz) spielt auch für Google eine immer größere Rolle. Das BERT-Update in 2019 diente bereits dazu, die Zusammenhänge zwischen Wörtern und der Suchintention dahinter besser verstehen zu können. Nun soll das mit dem anstehenden MUM-Update noch verstärkt werden. Das Multitask United Model (MUM) bezieht Content als Ganzes ein – Bilder, Videos, Audios – und versucht Suchanfragen in ihrer Komplexität zu erfassen, um ein bestmögliches Ergebnis zu liefern. Dazu sollen auch Suchergebnisse aus 75 unterschiedlichen Sprachen hinzugezogen werden.

Außerdem wird die KI namens LaMDA (Language Model for Dialogue) eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Voice Search erlebbarer macht und eine natürliche Konversation ermöglicht.

Was können Websitebetreiber tun, um Ihre Inhalte daraufhin zu optimieren? Diese Entwicklung sollte sowohl bei der Themenwahl als auch der Content-Aufbereitung berücksichtigt werden. Texte sollten alle Lesarten implementieren, die wichtigsten Fragen beantworten sowie die Suchintention des Nutzers übererfüllen.

#3 Themen statt Keywords: warum Expertise so wichtig ist

Wir alle möchten am liebsten neu sortiert und strukturiert ins neue Jahr starten, doch was diesen letzten Trend betrifft, könnte dieser Neujahrsputz deine gesamte SEO-Strategie verändern.

Er ist eine logische Konsequenz aus Trend #2: Wenn KI eine immer größere Rolle spielt und Inhalte mehr kontextuell als individuell begreift, stellt sich die Frage nach einer richtigen Keyword-Strategie.

Es bleibt nach wie vor wichtig, für einzelne Keywords gut zu ranken, doch was zunehmend entscheidender wird, ist das Ranking für bestimmte übergeordnete Themen – sogenannte Themencluster. Statt also auf allen möglichen Gebieten Rankings erzielen zu wollen, sollte man besser Themenschwerpunkte definieren (Short-Tail-Keywords), um daraus im nächsten Schritt alle möglichen Nischenkeywords abzuleiten (Long-Tail-Keywords). So kann nicht nur die eigene Expertise stärker in den Fokus rücken, sondern Google auch eine Informationsbreite- und tiefe geboten werden. Folglich können sich die Besucher intuitiver und leichter auf einer Website zurechtfinden, die Verweildauer wird erhöht und ihre Sucherfahrung verbessert.

#4 SEO-Geheimtipp von Felix Beilharz

User Intent, User Intent, User Intent! Wenn man die Core Updates der letzten Jahre zusammenfasst, wird klar: Google versucht immer stärker, den User Intent des Googelnden zu erkennen und entsprechende Inhalte auszuspielen. Deshalb sollte dieser User Intent auch am Beginn jeder SEO-Maßnahme stehen. Konkret heißt das: Sich klarmachen, was der Nutzer mit seiner Suchanfrage eigentlich bezweckt – und dann genau diese Erwartung auch erfüllen. Dabei hilft es auch, im Rahmen der Keyword-Recherche mal zu prüfen, was eigentlich für dieses Keyword rankt. Sind in den Top 10 nur Shops oder nur Blogs? Sind viele aktuelle Seiten auf den ersten Plätzen? Welche Inhalte stellen diese bereit? Was sollte man also auch anbieten und wie kann man sich von den anderen noch abheben?

Wer den User Intent in den Mittelpunkt stellt und hart darauf optimiert, kann sich auch in Zukunft noch Top-Platzierungen bei Google sichern. Und muss keine Angst vor dem nächsten Core Update haben.



*Quellen:

www.suxeedo.de/magazine/content/seo-trends
www.evergreenmedia.at/ratgeber/seo-dieses-jahr/
www.gruender.de/website/seo-trends-2021/#5-voice-search
www.seokratie.de/seo-trends-2022/#Google_Core_Web_Vitals
www.wuv.de/tech/seo_2022_3_trends_die_man_nicht_ignorieren_sollte
www.eology.de/news/seo-trends
www.cobuildlab.com/blog/SEO-trends-for-2022/

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